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Beton zu Geld „Das Geschäft mit der Berliner Mauer“

3. September - 18:30 - 20:00

Bunte Mauerstücke sind ein beliebtes Souvenir eines jeden Berlinreisenden. Doch sind diese Stücke alle echt? Antworten liefert Dr. Ronny Heidenreich in seinem Vortrag „Beton zu Geld. Das Geschäft mit der Berliner Mauer“ am Donnerstag, den 3. September auf Point Alpha. Beginn der Veranstaltung im Haus auf der Grenze ist um 18.30 Uhr. Der Historiker hat intensiv mit der Nachgeschichte der Berliner Mauer beschäftigt hat. Denn der Umgang mit diesen Überbleibseln verrät auch viel über die weltweite Ausbeutung von Geschichte zu kommerziellen Zwecken. Die Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Wer heute die Berliner Mauer sehen möchte, muss nicht unbedingt in die deutsche Hauptstadt reisen. Ein Originalelement steht zum Beispiel direkt an der Gedenkstätte Point Alpha. Auf sämtlichen Kontinenten finden sich Reste des symbolträchtigen Grenzwalles. Zusammengerechnet vielleicht sogar mehr als in Berlin selbst, wo die Mauer heute nahezu aus dem Stadtbild verschwunden ist.

Das Interesse an der Berliner Mauer war nach dem Mauerfall am 9. November 1989 riesig. Jahrzehntelang verkörperten Todesstreifen und Betonwall die Teilung der Welt. Mit dem Fall der Mauer wurde das einstige Symbol der Unterdrückung und Unfreiheit praktisch über Nacht zum Sinnbild für einen erfolgreichen Freiheitskampf. Für jeden, der in jenen Tagen Berlin besuchte, bot sich die Möglichkeit, als Mauerspecht mit Hammer und Meißel ein Stück Weltgeschichte mit nach Hause zu nehmen.

Mindestens ebenso so groß war das Interesse an vollständigen, 2,6 Tonnen schweren und 3,2 Meter hohen Betonsegmenten, weiß der Wissenschaftliche Mitarbeiter aus Bundesarchiv. Etwa 500 solcher Mauerstücke wurden in den vergangenen zwanzig Jahren als Siegestrophäen, Kunstobjekte oder kuriose Ausstellungsstücke in alle Winde verstreut.

Details

  • Datum: 3. September
  • Zeit:
    18:30 - 20:00

Veranstaltungsort